Inhaltsangabe "Dietrichs Flucht"

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Version vom 10. Mai 2015, 12:22 Uhr von Anita G. (Diskussion | Beiträge) (Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665))

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Der folgende Artikel fasst den Inhalt des historischen Heldenepos Dietrichs Flucht zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von Elisabeth Lienert.[Lienert 2003]

Mythische Familiensage und fünffache Brautwerbung - Dietrichs Vorgeschichte (V. 1-2414)

Ahngeschichte: Dietrichs Ahnengeschichte beginnt mit König Dietwart, der Minne, die Tochter des Königs Ladiner, nach einer Webungsfahrt, auf der er einen Drachen tötet, heiratet. Mit ihr lebt er 400 Jahre und hat 44 Kinder, von denen nur Sigeher überlebt. Als Dietwarts Nachfolger erwirbt er die Tochter des Königs der Normandie, Amelgart. Wie sein Vater wird er 400 Jahre alt und hat 31 Kinder, von denen nur Otnit und Sigelind überleben. Sigelind heiratet König Sigmund von Niederland und bringt Siegfried den Starken zur Welt. Otnit wirbt um Liebgart, deren Vater Godian alle Werber umzubringen pflegt. Er bezwingt ihn mit einem Heer und heiratet Liebgart. Godian schafft duch eine List, sich an Otnit zu rächen und lässt ihn durch einen Drachen im Schlaf fressen. Wolfdietrich rächt Otnits Tod und bekommt mit Liebgart 56 Kinder, dachdem er die Witwe heiratet. Er wird 503 Jahre alt und erneut sterben alle Kinder bis auf Hugdietrich, der der Nachfolger Wolfdietrichs wird und die Königstochter Sigeminne von Frankreich heiratet. Nach 550 Jahren hat er nur einen Nachfolger: Amelung, welcher eine unbekannte Frau aus Frankreich heiratet. Mit ihr bekommt er Diether, Dietmar und Ermrich, unter denen er sein Land aufteilt. Hier beginnt die Geschichte Diethers und Dietrichs, den Söhnen von Dietmar.
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V. 1 - 162 Im ersten Abschnitt des Epos wird beschrieben, wie Dietwart, Dietrichs Vorfahr als "König im römischen Land" gelebt und geherrscht hat. Seine Herrschaft wird als sehr gute und friedvolle geschildert, Dietwart selbst als ehrenvoller und tugendhafter Herrscher, der sehr um Ritterlichkeit bemüht ist und auch selbst eine Ritterschaft beschäftigt (und "phlegt"). Er wird dabei mit Edelsteinen verglichen ("gemme" und "adamant") und sogar noch höher gestellt als Artus, als Zeichen dafür, dass er so herrlich ist wie man es sich nur irgendwie vorstellen kann. Sein Haus wird beschrieben als ein Ort, an dem man zu jeder Zeit nur Freude findet und wo Leid keinen Zugang hat und von welchem aus Dietwart 30 Jahre lang für Wohlstand sorgte, mit "ere", "tugend" und "milte".
V. 163 - 224 Dietwarts Tugendhaftigkeit, Reinheit (Askese) und höfische Sittlichkeit werden als Ideal für die höfische Gesellschaft charakterisiert. Solange diese befolgt werden, leben die Männer und Frauen glücklich und zufrieden. Doch vergessen sie diese mit der Zeit. Die Leute sind nun nicht mehr "starch", stattdessen untreu, hinterlistig ("karg"), verdorben ("faul") und anstandslos, weshalb es ihnen Dietwart nicht danken soll. Die Schande überwiege nun die Ehre und die Welt sei so unbeständig, dass Unsittlichkeit und Rohheit den Alltag bestimmen. Auch die Fürsten werden für ihre "newe sit" bemängelt, da sie die alten Tugenden nicht mehr kennen und zu schätzen wissen.
V. 225 - 386 Nun folgt eine Erzählung, in der über die Alten geredet werden soll, die treu und tugendhaft waren. Mit Gottes Hilfe war es ihnen möglich reichen Besitz, Ehre und die innere Haltung eines Siegers zu erhalten. Es folgt eine kurze Unterbrechung der Erzählung, die besagt, dass die alten Tugenden und Gebräuche untergingen und die Fürsten in eine Sucht verfielen, von der sie nie wieder erlöst werden sollten, dann wird die Erzählung fortgesetzt. Dietwart, der König aus römischen Ländern, lebte 30 Jahre ehrenhaft, doch Herrinnen und Minne waren ihm fremd. Trotzdem opferte er seine Zeit für Handlungen auf, von denen er glaubte, dass sie die Minne beflügeln könnten. Schließlich suchte er Beistand bei seinen 24 Ratgebern. Diese rieten ihm dazu, ein vollkommener Ritter zu werden und jeden Kampf wahrzunehmen. Auf der einjährigen Reise dahin sollem ihm 18 Weggefährten zur Seite stehen. Zu seiner Rückkehr wird ein großes Fest für die Weggefährten und Dietwart stattfinden.
V. 387 - 482 Dietwart fragt seine Berater, wer ihn begleiten soll. Darauf antwortet der Herzog Hermann: Abel, Kandunckh, Thiban Herzog von Thuscan, Ruan von Paruht, sein Bruder Arnolt der Hochgemute, Bertram, Baldewein, sein Bruder Balein, Turian, sein Bruder Miminnckh,Pittrunck von Heste, Berchtung. Alle diese Ritter sind ehrenvoll, adeliger Abstammung und tadellos.
V. 483 - 644 Herzog Herman stellt König Dietwart die letzten sieben seiner zwanzig Weggefährten vor: Tibalt, Galaber Palmunck, Reinher, Haunolt, Franncken Diepolt, Sigherr, Herzog Weygolt und Fridger. Dabei lobt er jeden Einzelnen für seine positiven Eigenschaften.

Darauf entscheidet sich der König ein Fest zu Ehren dieser Fürsten zu veranstalten.

V. 644 - 805 In diesem Abschnitt geht es um die Ausrichtung und Beschreibung des Festes, welches der König Dietwart ausrichtet.

Es werden zuerst die Reichtümer und edlen Stoffe beschrieben, mit welchen der König seine Kampfgesellen ausstattet und dass das Fest Vergnüglichkeiten bereitet, wie bspw. Geiger, Sänger und Geschichtenerzähler. Zu seinem Fest kommen viele Ritter und es wird ein Buhurt ausgetragen, welcher der König gewinnt. Hernach folgt das Festessen mit edlen Speisen. Nach dem Mahl wird ein zweites Buhurt ausgetragen, das als besser beschrieben wird als das vorherige und bis in die Nacht andauert. Es bleiben vier Ritter im Palast des Königs und übernachten dort. Am nächsten Morgen fragt der König diese viere um Rat, da er eine Ehefrau sucht.

V. 805 - 966 Der König Dietwart gibt ein Festmahl für die edelsten und besten Männer aus seinem Gefolge und bittet um ihren Rat bezüglich der Suche nach einer königlichen Gemahlin. Ihm wird von dem herrlichen Reich des Königs Ladiner berichtet und dessen schöner und tugendhafter Tochter, welche als makelloseste Dame in allen Ländern beschrieben wird. Daraufhin wünscht König Dietwart jene Tochter des Königs Ladiner zu freien und zu diesem Zweck Boten in dessen Königreich zu senden. Folgende edle Boten werden ausgewählt: Starcher, Arnolt, Erwein und Baldewein.
V. 966 - 1127 König Dietwart bespricht mit dem Landgrafen Erwein die bevorstehende Brautwerbung um die Tochter des reichen Königs Ladiner. Währenddessen stoßen die anderen Boten dazu. Markgraf Baldewein versichert dem König, dass sie mit Gottes ganzer Kraft die Botschaft überbringen werden, auch wenn das ihren Tod bedeutet. Dietwart gibt den Boten einige Kostbarkeiten auf die Reise mit, darunter sehr wertvolle Stoffe und Gewänder. Die Boten selbst staffiert er mit guten Speisen und Kleidung aus. Zum Abschied legt er ihnen ans Herz, die Brautwerbung mit viel klugem Geschick durchzuführen. Herzog Arnolt bittet den König noch, sich um die zurückgebliebenen Familien zu kümmern, was dieser auch verspricht. Die Boten brechen nach Westenmer auf. Dietwart bittet Gott, sie bald gesund wiederzubringen. Als die Boten in Westenmer angekommen sind, gehen sie an Land und besprechen ihr weiteres Vorgehen.
V. 1127 - 1288 Sie entscheiden, wer auf dem Schiff bleibt und wer auf das Festland geht. So kam es, dass vierundzwanzig der besten Männer, in kostbaren Stoffen und Gewänder gekleidet sich auf den Weg zum König machten. Sie wurden von vielen Menschen am Stadttor empfangen. Der König empfängt die Boten angemessen mit seinen Rittern. Er bietet sie, sich zu sich zu setzten und Fragt nach ihren Absichten. Der Landgraf Erwin fängt an die Botschaft des römischen Königs auszurichten. Der König Ladiner jedoch vermutet Böses von den Boten, diese weisen diese Anschuldigung jedoch sofort zurück. Die Boten des römischen Königs berichten, wie treu und gut dieser zum König Ladiner stand. Weiter heißt es, dass König Ladiner dem römischen König in nichts nachstehe. Der römische König möchte nun die Tochter des Königs Ladiner zur Frau haben. Der König Ladiner gibt den Boten sogleich eine positive Antwort.
V. 1288 - 1449 König Ladiner wird von Boten des römischen Königs aufgesucht, da dieser um die Hand der Tochter des König Ladiners anhalten möchte. Unter den Boten ist unter anderem auch der Landgraf Erwein. König Ladiner fragt die Boten, ob die Absichten des Königs ehrvoll seien. Diese versichern ihm, dass die Absichten absolut ehrvoll seien. König Ladiner beschließt schließlich, dem römischen König die Heirat mit seiner Tochter Minne zu gewähren. Er legt eine Frist fest, bis wann ihm der römische König seine Aufwartung machen soll. Wenn der römische König bis zu den nächsten Sommertagen erscheinen würde, würde König Ladiner seine Dienste in seinen Namen stellen und seiner Tochter ein beachtliches Erbe hinterlassen. Später treffen die Boten am Hof des römischen Königs ein um ihm zu berichten, dass seine Brautwerbung erfolgreich war und welche Bedinungen König Ladiner gestellt hat.
V. 1449 - 1610 Der König Dietwart empfängt einige Boten, welche von einer Brautwerbung in seinem Namen zurückkehren. Vom Landgrafen Erwein erfährt er zu seiner Freude, dass die Mission erfolgreich verlaufen ist und ihm der König von Westenmer zu Diensten steht. Von Erwein zur Eile gemahnt versammelt er viertausend Ritter um sich, mit denen er in See sticht. Bereits nach acht Tagen geraten sie jedoch in einen Sturm und gelangen so in das Land des Königs Angken. Zu dieser Zeit treibt dort eine feuerspuckende Bestie ihr Unwesen, welche Dietwart und seine Männer zu besiegen beschließen. Als Erster tritt der gute Thybalt gegen das Ungeheuer an, wird jedoch trotz seiner Waffen und des Schilds verbrannt. Schon bald befinden sich Dietwart und viele seiner Ritter in einem heftigen Kampf mit dem Drachen (?), bei dem zahlreiche Kämpfer ihr Leben lassen. Auch Dietwart selbst wird schwer verwundet, gerät darüber jedoch so in Zorn, dass sein Lebenswille siegt und er weiterkämpft.
V. 1610 - 1771 Dietwart, verletzt durch die Bestie, nimmt sich zusammen und trifft den (Drachen?) mit einem Wurfspieß in die Kehle und in den Körper. Der Drache wird wütend und spuckt Feuer. Daraufhin entzündet sich Dietwarts Brustharnisch. Der wehrlose (V. 1632) König kühlt sich im Meer ab und will es noch einmal mit dem Drachen aufnehmen. Er wehrt sich wie ein Mann, der am Leben bleiben will (V. 1644 f). Der Kampf zwischen ihnen dauert die ganze Mittagszeit hindurch. Die Bästie wehrt sich so heftig, dass der König oft um sein Leben nicht einen Pfennig gegeben hätte (V. 1651). Seine Gefolgschaft würde ihm gerne zu Hilfe gekommen, aber das gestattet er nicht. Dietwart trifft das Ungeheuer (valant, V. 1655) auf seinen Schädel, woraufhin es mit dem Tod ringt. Als das Tier stirbt, stößt es einen entsetzlich lauten Schrei aus, welcher Blätter und Äste von den Bäumen fallen lässt. Dietwart ist nach dem Kampf so erledigt, dass er auf das Gras niedersinkt. Seine Gefährten, ungewiss ob er es schaffen wird, bringen ihn auf das Schiff. Auf der Reise weiter in Richtung „Westenmer“ genest der König langsam wieder.

Der König Ladiner von Westenmer hat schon vernommen, dass Dietwart mit vielen Reichtümern (V. 1694) zu seinem Land aufgebrochen ist. Er begrüßt mit seiner Ritterschaft Dietwart und seine Männer. Ladiner bringt seine Gäste in seinen kostbaren Palast wo ein Festmahl abgehalten wird. Minne, das Objekt der Begierde, ist eine wahrhaftig schöne Frau. Dietwart ist sehr zu ihr hingezogen. Die beiden haben bei Tisch eine schöne Zeit die ganze Nacht hindurch.

V. 1772 - 1931 Daraufhin kommt es zu einer Hochzeit, die so schön war wie keine zuvor. Auf dieser ist auch der König Dietwart mit seinem Gefolge aufgetaucht und nach 400 Jahren und 44 durch seine Frau geborene Kinder ist der Tag für ihn gekommen, an dem er sterben soll. Bis auf Sigeher überlebt keines seiner Kinder, was diesen zu Dietwarts einzigen Erben macht. So gelangt sein kompletter Besitz sowie sein Land in Sigehers Hände. Sigeher ist noch tugendhafter als sein Vater und übertrifft sogar seine Ehrhaftigkeit und seine Güte.
V. 1932 - 2093 Es wird ein Märe darüber erzählt, wie Sigher in die Normandie reist, mit der Absicht die Herrin Amelgart zu heiraten: Zwei Herzoge (Sigebant und Sindelot) werden als „mynneklich“ werbende Boten vom römischen König in die Normandie geschickt. Sie, ihr 65 Mann starkes Gefolge und ihre Pferde sind hervorragend und edel vom König Sigher ausgestattet worden. Als Amelgarts Vater Pallus erkennt, dass durch die Herzoge der König von Rom um seine Tochter wirbt, willigt er gern in die Eheschließung ein. Daraufhin reist der römische König mit seinem Gefolge zu Amelgart und nimmt sie zur Frau. Doch die Freudenzeit am Hof hält nicht dauerhaft, denn 29 von 31 Kindern von Sigher und Amelgart werden erschlagen. Nur ein Sohn und eine Tochter überleben: Ottnit, ein überaus tapferer Mann, und Siglint, die den Beinamen „das schöne Kind“ trägt. Der König Sigmund nimmt Siglint zur Frau und führt sie in die Niederlande; ihr gemeinsamer Sohn ist Siegfried der Drachentöter, der später durch Hagen von Tronje getötet wird. Nach Sighers Tod (er ist 400 Jahre alt geworden) wird Ottnit König. Damit endet die Erzählung davon, wie Dietwart und Sigher 800 Jahre lebten.
V. 2093 - 2256 Eine zweite Märe wird ezählt, die folgend von Ottnit handelt. Als Ottnit 40 Jahre alt ist, raten ihm seine Leute zur Werbung um Liebgart, der Tochter von König Godian. Dieser jedoch tötet jeden Freier. Ottnit und seine Männer überqueren mit dem Schiff das Meer und gelangen so in das Reich von König Godian, dass sie verwüsten. Ottnit schickt Boten zu Godian, die ihm den Grund für den Einmarsch in sein Land und die eigentliche Absicht Ottnits erklären. Zuerst streubt sich König Godian, Ottnit seine Tochter zu geben, willigt schlussendlich jedoch ein. Otnit nimmt seine neue Braut mit in sein Heimatland. König Godian jedoch ist wütend und "sannt haimliche vier wilde wurme" (= Drachen) ins römische Reich. Ottnit reitet aus, um sie zu erschlagen, schläft jedoch im Wald ein, wo er von einem Drachen gefunden, in eine Höhle verschleppt und gefressen wird. Daraufhin lässt die frische Witwe bekannt machen, dass sie denjenigen heiraten wird, der den Drachen tötet.
V. 2256 - 2414 Das Ende der Märe wird erzählt und die Ankunft des griechischen Freiherrn Wolfdietrich im Land. Ihm wurde das Leid geklagt, daraufhin erschlug er den Wurm (Frayssam). Er wurde König über das römische Reich und es beginnt die Märe über Wolfdietrich, welcher 503 Jahre alt wurde und 56 Kinder hatte. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn (Hugedietrich) das Amt und herrschte friedlich. Er nahm Sigeminne aus dem Königshaus Frankreichs zur Frau und lebte 550 Jahre. Hugedietrich verstarb und König Amelunch übernahm das Land, er hatte viele Tugenden (Triwen, staete). Amelunch heiratete eine Frau aus Kerlingen, mit dieser hatte er drei Söhne: Diether, Ermrich und Dietmar.

Anschlag und Vertreibung - die 1. Schlacht vor Mailand (V. 2415-4544)

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V. 2415 - 2579 Der Erzähler berichtet von den Söhnen Amelunges: Diether, Ermrich und Dietmar, wobei er Ermrichs untreuen und schlechten Charakter beklagt. Amelung wird geraten, sein Reich unter seinen Kindern aufzuteilen und er folgt diesem Rat, wobei Dietmar Herrschaft über Verona/Bern, über die Lombardei, das römische Reich, Istrien, Friaul und das Inntal erlangt. Nach Amelungs Tod heiraten alle drei Söhne und bekommen Kinder. Ermrich bekommt einen Sohn namens Friderich, den er jedoch laut dem Erzähler später in die Verbannung schicken wird und damit sein schlechtes Herz wieder unter Beweis stellt. Es wird von drei Söhnen Diethers berichtet, die später jedoch durch Ermrich umkommen werden. Dietmar wird als tugendhafter, vorbildlicher und ehrenhafter Herrscher beschrieben, der aus seiner Ehe mit einer Königstochter zwei Söhne erhält: Diether und Dietrich. Dietmar vertraut Ermrich vor seinem Tod seine Söhne an. Ermrichs Charakter jedoch tritt nun immer deutlicher zutage: Er verwüstet das römische Reich und tötet die Kinder seines Bruders Diether, um sich ihr Erbe einverleiben zu können. Daraufhin rät ihm sein Berater Sybech, er solle auch noch Dietrich töten.
V. 2579 - 2743 Ermrichs Berater Sybech rät ihm, sich nach den Söhnen des älteren Diethers, den Harlungen, auch Dietrichs zu entledigen und so dessen Land einzunehmen. Ermrich findet Gefallen an dem Gedanken. Ein Bote soll versuchen, Dietrich durch eine List in Ermrichs Land zu locken, wo er dann getötet werden soll. Falls Dietrich sich weigern sollte, plant Ermrich, mit seinem Heer in das Land seines Neffen einzufallen und es gewaltsam einzunehmen. Als Bote wird Randolt ausgewählt, den jedoch Gewissensbisse plagen. Schon auf seiner Reise berichtet er den Edelmännern Sabn und Friedrich von der List und dem geplanten Verrat.
V. 2743 - 2907 Randolt (ein Bote Ermrichs) soll Dietrich in das Land von Ermrich locken, doch stattdessen erzählt dieser Dietrich von der List des Onkels. Randolt kehrt also alleine wieder zu Ermrich zurück und berichtet ihm, dass Dietrich nicht kommen wird. Ermrich merkt, dass Dietrich gewarnt worden sein muss und stellt daraufhin ein Heer zusammen und zieht Richtung Mailand, wo er Dietrichs Land verwüstet. Ermrich schwört, dass er nicht aufgeben will, als bis ihm Bern gehöre. Inzwischen macht sich der Herzog Saben auf nach Raben, um sich dort mit seinen Leuten zu beraten. Da Dietrich noch nichts vom Einfall in sein Land weiß, soll jemand nach Bern reisen und es ihm mitteilen. Volchant meldet sich freiwillig für diese Aufgabe.
V. 2907 - 3071 Volchnant überbringt Dietrich die Botschaft, dass Ermrich ein Heer entsandt hat um ihn zu schlagen und ihm Bern zu nehmen und jedem großes Leid zufügt, der es wagt, ihm auf irgend eine Weise zu helfen. Er berichtet auch Hildebrant, den er vor der Burg Dietrichs trifft von dem Heer und berichtt ihm weiter, dass es an die 80000 Mann sind, die brandschatzend und mordend durch das Land ziehen um Dietrich zu besiegen. Volchnant bittet Hildebrant zudem darum, Hilfe zu senden. Dieser verspricht seinem König (Dietrich) daraufhin, dass noch vor Einbruch der Nacht seine Macht wachsen würde. Zur Verstärkung von Dietrichs Heer erscheinen dann Wolfhart, Hunolt, Sigebant, Sindolt, Volchnant, Ekkebart, Nere, Alphart, der Herzog von Saben, Friedrich von Raben, Jubart, Latran, Starher, Elsan, Stutfuhs von Reine, Ortwine von Metzen und Perchtram von Pole mit 2000 Mann. Dietrich empfängt sie mit großer Freude und bei einem großen Fest wird feierlich gelogt, dass auf Geheiß Dietrichs dessen Land verteidigt wird.
3072 - 3234 Dietrichs Männer sind zur Rache bereit. Nun wird der ganzen Stadt das Vorhaben des Angriffs erzählt. Die Untertanen Dietrichs, vor allem die Frauen scheinen nicht so begeistert von seinem Vorhaben zu sein, aber besinnen sich dann doch und sind zwar voller Trauer, aber wollen auch die erhoffte Rache. Die sechs "recken" mit Tausend Kriegern machen sich nachts auf die Reise zu Ermrichs Heer. Als sie Ermrichs Heer erblicken, sehen sie, dass es sehr stark ist. Darauf rät Hildebrand Dietrich, dass er nicht umkehren soll, sondern seinen Boten zu Ermrichs Heer senden soll. Hierfür schlägt er Volchnant, Erewin, Helmschart und sich selbst vor. Diese machen sich nun auf, um das Heer Ermrichs zu erspähen. Sie entdecken die "maht und gewalt" und die 60 000 Mann, die Ermrich zur Verfügung hat. Es wird vorgeschlagen ein Angriff aus dem Hinterhalt zu starten. Dietrich erwähnt in Vers 3224, dass er alle, die ihm helfen reich belohnen wird, was man als "helfe" verstehen könnte.
V. 3235 - 3399 Ein Bote, Hunolt, schleicht sich aus Ermrichs Heer zu König Dietrich und berichtet dass die Angreifer wehrlos und entkleidet zu Bette liegen. Daraufhin mobilisiert Dietrich seine Mannen, reitet mit einem fünf-geteiltem Heer in die Schlacht und schlägt tiefe Wunden in das gegnerische Heer. In der Härte des Sturms traf Rienolt mit 400 Mann an, wurde jedoch von Wolfhart mit 200 Mann geschlagen und eigenhändig getötet. Der Versabschnitt endet mit dem Eintreffen weiterer 500 Mann unter dem Hauptmann Haime.
V. 3399 - 3563 Zunächst wird erzählt, dass der Hauptmann der nachkommenden Krieger Haime genannt wird. Wolfhart, der Krieger, spornt seine Männer dazu an, weiter hart zu kämpfen. Viele Krieger müssen ihr Leben auf dem Schlachtfeld (wal) lassen. Heime und Wolfhart sind beide noch unversehrt und kämpfen mutig weiter. Die Männer von Rienold müssen größtenteils ihr Leben lassen. Es wird davon berichtet, wie blutig und verheerend die Schlacht ausfällt und auch "angest unde not" (V. 3459) und "haz unde nit" (V. 3464) werden erwähnt. Viele tote Krieger liegen auf dem Schlachtfeld, und auch einige darunter sind die Krieger Dietrichs (Bernaeres). Ermrich flüchtet von dem Schlachtfeld und sein Sohn Friedrich und achtzehnhundert übriggeblibenene Krieger geraten in Dietrichs Kriegsgefangenschaft. Es wird außerdem erwähnt, wie böse Ermrich ist und, dass er für die Hölle geboren ist. 900 von Dietrichs Männern sterben und 24 sind verwundet. 26 000 von Ermrichs Männer kommen im Krieg um. Dietrich von Bern gewinnt die Schlacht und nimmt die Gefangenen mit nach Bern.
V. 3564 - 3727 Nun wird erzählt, wie die „unselde“ Dietrichs vermochte, dass er alle Ehre, sein Land und das Römische Reich vollkommen verlor. Diese Geschichte aber kommt nicht von Dietrich selbst, denn er musste schwere Mühsal verrichten.

Nachdem sich der Kampf zugetragen hat und so ausgegangen ist, wie Dietrich es sich gewünscht hat, nimmt er den König Friedrich und unsagbar viele Männer von Ermrich gefangen. Als er Richtung Bern kommt, ist er bester Stimmung, denn ihm wird bewusst, dass die Ritter Land und Ehre gerettet haben. Doch dadurch wird sein Gemüt auch getrübt, denn seine Kisten und Kammern, obgleich zu seines Vaters Lebzeiten stets voll, sind leer. Er beklagt, dass er den edlen Rittern nicht ihren angemessenen Lohn zahlen kann. Berhtram und Hildebrant bieten Dietrich deshalb einen Teil ihres Besitzes, um die Ritter angemessen entlohnen zu können. 7 Ritter wurden ausgesandt, um an den Hof Berhtrams zu reiten und das Gold zu holen, dazu viele Knechte. Ermrich erfährt davon und sendet heimlich 500 Mann aus, die sich am Wegrand verstecken sollen. Sie sollen die Gesandten des Goldes berauben und sie gefangen nehmen. Nachdem die Gesandten Dietrichs das Gold eingeladen haben, machen sich Amelolt und Herr Hildebrant auf den Weg Richtung Bern, die anderen Gesandten folgen ihnen.

V.3728 - 3909 Unterwegs werden sie von Ermrich überfallen. Dietrichs Leute kämpfen tapfer und schlagen hundert Mann. Ermrich und seine Leute besiegen die Gesandten Dietrichs aufgrund ihrer Überzahl und nehmen Dietrichs Leute gefangen. Dietrich klagt über seinen Verlust. Dann verkündete Ermrich, was er für die Freilassung fordert und zwar alles, was Dietrich jemals gewonnen hat. Dieser sendet seinen Boten Dietleip, um herauszufinden was Ermrich von ihm möchte.
V. 3910 - 4054 Dietleip bietet Ermrich in Dietrichs Namen einen Austausch der Gefangenen an, unter welchen sich auch Ermrichs Sohn Friedrich befindet. Diesen lehnt Ermrich ab. Er verlangt, dass Dietrich ihm seinen gesamten Besitz und das Land überlässt. Als Dietrich davon hört, raten ihm Männer und Frauen, nicht auf diesen Deal einzugehen. Doch Dietrich, von seiner Treue seinen Mannen gegenüber angetrieben, opfert all sein Habe für seine treuen Männer.
V. 4055 - 4219 König Ermrich und sein gewaltiges Heer von 66.000 Mann brandschatzen das Berner Umland. Der junge Dietrich beklagt vor Gott und seinem Gefolge seine missliche Lage und berät sich mit ihnen. Der kühne ("chune") Sigebant rät ihm, aus seinen treuesten Kriegern zu wählen, Dietrich aber erwidert dem, er könne seinem Gefolge keinen materiellen Besitz und Land bieten. Daraufhin tritt Jubart als erster hervor und leistet Dietrich einen neuen Treueid bis in den Tod. Ihm folgen Nere, Ekwart und Ekenot im Gestus. Schließlich sind 43 Mann willens, ihr Hab und Gut für Dietrichs Ehre aufzugeben. Diese bekräftigen ihn in seinem Vorhaben, mit Ermrich zu verhandeln und ihn durch Ehrfurcht von der durch Gott und römischem Recht beglaubigten Legitimation der Herrschaft Dietrichs über Bern zu überzeugen.
V. 4219 - 4383 Dietrich fällt weinend vor Ermrich auf die Knie und bittet ihn um Gnade. Dieser verweigert sie allerdings und droht Dietrich stattdessen mit dem Tod. Dietrich versucht daraufhin mit Ermrich zu verhandeln, damit er wenigstens die Stadt Bern behalten kann. Darauf geht Ermrich aber nicht ein und bedroht ihn erneut. Die Frau Ute versucht sich mit vierzig anderen Frauen für Dietrich und die Stadt einzusetzen. Auch dieser Versuch scheitert. Am Ende gibt Dietrich Bern und seinen Besitz auf. Er verlässt mit Hildebrand und den Bewohnern die Stadt.
V. 4383 - 4546 Dietrich bittet Ermrich, wenigstens seine Gefolgsleute in der Stadt leben zu lassen. Ermrich verweigert diesen Wunsch allerdings. Dietrich verlässt daraufhin schweren Herzens mit seinen Gefolgsleuten die Stadt. Dietrich betet daraufhin zu Christus, dass er ihm genug Gesundheit und Kraft geben möge, dass er seine Gefolgsleute rächen kann. Dietrich trifft daraufhin auf Ekkewart und Amelolten von Gart. Diese hätten seine Not durch Gott vernommen, und sie hätten 80 Mannen Emrichs erschlagen. Dietrich nimmt ihre angebotenen Dienste an. Daraufhin zogen sie gemeinsam weiter. Die Helden müssen sich mit Wehleiden vorübergehend von ihrem Frauen trennen. Die Ungewissheit darüber, ob und wann sie zurückkommen würden, plagt sie beim Abschied. Amelolt bringt die Frauen in Sicherheit während die anderen zu den Hunnen weiterziehen.


Gegenschlag aus dem Exil – die 2. Schlacht vor Mailand (V. 4545 – 7665)

Versbereich Inhalt
V. 4545 – 4768 Inhalt
V. 4768 – 4991 Inhalt
V. 4991 – 5214 Inhalt
V. 5214 – 5437 Inhalt
V. 5437 – 5660 Amelolt kommt im Morgengrauen beim Hunnenhof an, nachdem er zwölf Tage gereist war. Dort trifft er als erstes auf Rüdiger, der bereits auf ist. Dieser führt ihn zu Dietrich, damit Amelolt ihm mitteilen kann, dass er Bern wieder eingenommen hat. Dietrich freut diese Nachricht und er schenkt Amelolt einige Gebiete ( "Triente unde Prisan […] Temonnes und daz Intal […] Pozzen unde Garten" V 5498 – 5502), die an seine Kinder weiter vererbt werden sollen. Rüdiger geht später zum König Etzel, um ihm die Neuigkeiten weiter zu erzählen. Etzel wiederum erzählt es seiner Frau Helche. Die Protagonisten versammeln sich im Hof. Amelolt erzählt, wie er Bern eingenommen hatte: Ermrich hat die Stadt verlassen um nach Brissan zu reisen, während dessen ist Amelolt mit 100 Kämpfern in die offene Stadt und erschlug jeden darin, der zu Ermrich gehörte.

Dietrich zieht mit einem Heer von 500 Kriegern, das Helche ihm zur Verfügung gestellt hat, zurück nach Bern.

V. 5660 – 5883 Inhalt
V. 5883 – 6106 Inhalt
V. 6106 – 6329 Dietrich verlässt sich vollständig auf seine Ratgeber. Er lässt sich von Rudeger raten, Boten zu Ermrichs starkem Heer zu senden. Hierfür erklären sich der starke Wolfhart (V. 6135 "Mir geliebt nie dechain vart so vast in minem muote"), Volchnant, Sygebant, Hildebrand und Nere bereit. Sie machen sich gleich auf zu Ermrichs Heer. Dort sehen sie "tousen fiwer brinnen" und beobachten die feindliche Armee unbewaffnet ("ungewarnet (...) und ane wer") beim Nachtlager, was ein perfekter Zeitpunkt für einen Überraschungsangriff gewesen wäre wenn die Armee mitgekommen wäre. Hildebrand rät dazu, weiterzureiten und zu sehen, ob sich die Armee an anderer Stelle zur Wehr vorbereitet. Sie kommen in eine Stadt, wo sie die Hauptmänner über zwanzigtausend Mann, Witege und Warte, belauschen. Sie hören, wie Warte sagt, dass sie mit einem anderen Heer einen nächtlichen Überraschungsangriff starten wollen, welchen sie sich sicher sind zu gewinnen. Hildebrand und die anderen Boten machen sich sofort auf zu Dietrich und seinem Heer. Hildebrand rät dem Berner, Ermrichs Heer auszuweichen, da das Heer dreißg mal so stark ist. Zwanzigtausend Männer hat Hildebrand gezählt. Rudegar rät Dietrich, zwanzigtausend Männer zur Herberge Ermrichs zu senden, welche sich auf die Lauer legen sollen, um das nachfolgende Heer (das vorhin beim Nachtlager beobachtet wurde) auf dem Weg zu Dietrichs Heer zu stoppen.
V. 6329 – 6552 Inhalt
V. 6552 – 6775 Inhalt
V. 6775 – 6998 Der Kampf zwischen Dietleip und Waten endet blutig. Die treuen Anhänger Dietleips leisten ihm bereits Trauerarbeit. ("hup sich ein weinen und ein chlagen sere") Doch Dietleip erhebt sich wieder und lässt von Dietrich Watens Tod versichern, wodurch er an neuer Kraft gewinnt. Sie nehmen die mailändische Festung ein und feiern dort ihren Sieg. Markgraf Rudeger wähnt Dietrich in Gottes Recht und spricht davon, dass Ermrich für seine "untriuwe" nun bezahle. Ermrichs Bedeutung wird zunehmend geschmählert. Dietrich erkundigt sich nach Ermrichs verbleibender Anhängerschaft. Ein Bote berichtet ihm, dass etwa tausend Mann noch an seiner Seite sind und die Stadt Raben halten. Dietrich schwört darauf, Ermrich mit seiner eigenen Hand zu richten. Mit 40.000 Mann zieht er los, die Stadtmauern Rabens zu stürmen. Sybech und Ribstein raten Ermrich derweil zur Flucht, sie fürchten Dietrichs "grimmen zorn" und um "ere und lîp". Ermrich wendet sich an die gesamte Stadtbevölkerung und ruft zum Widerstand auf. Er selbst jedoch stielt sich bei Nacht mit seinen besten Männern heimlich aus der Stadt und zieht nach Bononie. Das Gerücht von Ermrichs Flucht verbreitet sich am nächsten Morgen allerdings schnell unter der Stadtwehr, weshalb alle Rabener überein kommen, vor Dietrich zu kapitulieren, ihn um Gnade zu bitten und ihm die Stadt zu überlassen. So empfängt man den "chunich ouz romisch lant" mit Demut, doch Rudeger mahnt Dietrich zur Vergeltung an den Untreuen, weshalb der Rabener Stadtgesandte Dietrich das Angebot unterbreitet, jeden zur "gîsel" zu nehmen, den er haben möchte, worauf er einwilligt. Er zieht daraufhin zurück nach Mailand und beklagt, Ermrich am Leben zu wissen.
V. 6998 – 7221 Inhalt
V. 7221 – 7444 Inhalt
V. 7444 – 7665 Mit den letzten Worten Dietrichs, dass er sich schäme, dass Lampart und das römische Reich unter der aufsiecht eines untreuen Mannes sei, endet das Märe. Im Anschluss wir nun die Geschichte erzählt wie Dietrich sich mit Herrat verlobte. Der Erzähler, Ezel der Gute, appeliert an den Zuhörer, sich einem Zeitvertreib zu widmen, nämlich den Ritterspielen. Die Pferde und die edlen Ritter waren bereit und sind auch schon angekommen. Vor dem Palast erhoben sich die Ritterspiele. Es waren so viele sehr viele Leute gekommen. Der König hat seine Gäste zum Essen eingeladen, und es wurde gesungen und getanzt. Alle lachten und hatten eine schöne Zeit. Dann kam der reiche König des römischen Reiches in den Palast hinein. Frauen und Männer freuten sich das er gekommen ist. Der Erzähler wunder sich noch heute, wie die Freude verschwunden sei. Er wird jedoch nie den Moment vergessen, wie er den Mann von Berna ansprach. Er stellte fest wie gut und mutig er geworden sei und ob es nicht an der Zeit währe um eine Frau zu werben. Der Berner gab zu, dass es wohl an der Zeit dafür währe. Dietrich bemängelt jedoch, das in seinem Reich alle zu schwach und arm seien. Wo sollte er also eine passende Frau finden? Da sprach die reine Helche, das er sich eine Frau aus ihrem Königreich nehmen sollte, das würde ihn sicher freuen. Helche habe eine Schwester die Herrat genannt wird. Sie sei so schön, anmutig,reich und habe ein gutes Herz, das sie zu Dietrich passen würde und ihm auch gefallen würde, davon ist Helche überzeigt. Dietrich bat die Königin um eine Frist, um sch mit seinen Beratern zu sprechen. Diese wurde ihm gewährt und er brach gleich auf. Als er seinen Beratern erzählte was er mit der Königin Helche besprochen hatte, wollte er nun einen Rat von ihen. Der erste der sprach war Rudeger. Er mochte ihm einen Rat geben, er sei mit der Wahl zufrieden, da sie auch ein gutes Verhältnis zu Ezel dem Reichen und seinem Reich aufbauen könnten, was wiederum zu Dietrichs Vorteil sei. Der alte Hildebrant schloss sich Rudegers Meinung an. Dietrich stimmte nun zu und er und seine Leute machten sich auf den weg zur Königin Helche und Ezel dem Reichen. Beide empfingen Dietrich und seine Gefährten mit Freude an ihrem Hof. Als alle freudig am Tisch saßen, erhob sich Rudeger und sprach, das Dietrich nichts dagegen hätte Herrat zu heiraten. Helche freute sich über diese Neuigkeit und versicherte Dietrich das seine Entscheidung richtig sei. Die geschah nun auf König Ezels Palast. Sie saßen nicht lange beisamen, jedoch versprach man Dietrich, dass Herrat seine Königin sei.

Literatur

Primärtext

[Lienert 2003] ^ Dietrichs Flucht. Textgeschichtliche Ausgabe, hg. von Elisabeth Lienert, Tübingen 2003 (Texte und Studien zur mittelhochdeutschen Heldenepik 1)

Sekundärliteratur mit Inhaltsangaben

  • Heinzle, Joachim: Einführung in die mittelhochdeutsche Dietrichepik, Berlin/New York 1999, S. 67-70.