Bekenner in Legenden: Unterschied zwischen den Versionen

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===Die Siebenschläferlegende===
 
===Die Siebenschläferlegende===
(Als Siebenschläfer von Ephesus werden in der christlichen Legendentradition sieben junge Männer genannt, die auf der Flucht vor der Glaubensverfolgung Schutz in einer Höhle suchten und dort in einen Jahrhunderte dauernden Schlaf verfielen. Obwohl den Protagonisten auf den ersten Blick eine sehr passive Rolle zugeschrieben wird, tritt auch bei ihnen das Märtyrermotiv in Kraft. Sie bleiben vor ihrem Schlaf dem christlichen Glauben treu und ihre Standhaftigkeit kann auch durch Verfolgung und Folter nicht weichen. Es heißt, sie wären, ihre Seelen in Gottes Hände legend, friedlich eingeschlafen. Hier lässt sich die typische Trennung von Seele und Körper besonders gut erkennen. Noch zu ihrem langen Schlaf soll die Höhle mit großen Steinen verschlossen werden. Jahre später, als die Sieben in glänzendem Licht aufwachen oder besser von Gott aufgeweckt werden, hat sich die politische und religiöse Lage verändert und ebenso steht ein anderer Kaiser an der Spitze. Die sieben Männer laufen in die Stadt und erzählen ihre Geschichte, selbst kaum begreifend, was ihnen da zugestoßen ist.)
 
 
 
Auch die Siebenschläfer-Legende erzählt von Bekennern. Sie erzählt von sieben jungen Männern, den sieben Schläfern von Ephesus, die das Martyrium erwarten müssen. Sie werden von dem „bose keiser“ (V. 38125) Decius, so wie viele andere Christen, verfolgt. Die sieben Männer weigerten sich von ihrem Gott abzuwenden und dem Herrscher Opfer zu bringen. Um sich vor seiner Verfolgung zu schützen, verbergen sich die Männer in einer Höhle. Nur einer, der Jüngste namens Malchus („Malkus“ V. 38245), wagt es sich aus der Höhle verkleidet als Bettler um Nahrung zu besorgen. Bei einem seiner Botengänge erfährt er, dass der Kaiser ihnen nachstellte. Mit zu wenig Nahrung und Furcht beteten die Männer zu Gott und legten sich schlafen, zum Martyrium bereit. Der Kaiser, der ihr Versteck fand, lies die Hölle zu mauern. Christen zeichneten ihr Martyrium auf und mauerten diese Schrift mit ein. Zwei Jahrhunderte später, als das römische Reich bereits christianisiert war und unter dem Herrscher Kaisers Theodosius stand, erwachten die Männer. Der Höhleneingang stand offen, eine Bauer hatte die Steine abgebaut, und Malchus begab sich wieder in die Stadt. Beim Versuch Brot mit seinen Münzen, die den Kaiser Decius prägten, wurde er zum Bischoff gesandt. Dieser erkannte ein Wunder. Der älteste der Männer verkündete, sie wurden erweckt, um Zeugnis für die Auferstehung der Toten abzulegen. Danach starben die sieben Männer.
 
Auch die Siebenschläfer-Legende erzählt von Bekennern. Sie erzählt von sieben jungen Männern, den sieben Schläfern von Ephesus, die das Martyrium erwarten müssen. Sie werden von dem „bose keiser“ (V. 38125) Decius, so wie viele andere Christen, verfolgt. Die sieben Männer weigerten sich von ihrem Gott abzuwenden und dem Herrscher Opfer zu bringen. Um sich vor seiner Verfolgung zu schützen, verbergen sich die Männer in einer Höhle. Nur einer, der Jüngste namens Malchus („Malkus“ V. 38245), wagt es sich aus der Höhle verkleidet als Bettler um Nahrung zu besorgen. Bei einem seiner Botengänge erfährt er, dass der Kaiser ihnen nachstellte. Mit zu wenig Nahrung und Furcht beteten die Männer zu Gott und legten sich schlafen, zum Martyrium bereit. Der Kaiser, der ihr Versteck fand, lies die Hölle zu mauern. Christen zeichneten ihr Martyrium auf und mauerten diese Schrift mit ein. Zwei Jahrhunderte später, als das römische Reich bereits christianisiert war und unter dem Herrscher Kaisers Theodosius stand, erwachten die Männer. Der Höhleneingang stand offen, eine Bauer hatte die Steine abgebaut, und Malchus begab sich wieder in die Stadt. Beim Versuch Brot mit seinen Münzen, die den Kaiser Decius prägten, wurde er zum Bischoff gesandt. Dieser erkannte ein Wunder. Der älteste der Männer verkündete, sie wurden erweckt, um Zeugnis für die Auferstehung der Toten abzulegen. Danach starben die sieben Männer.
  
 
Elke Koch beschreibt „Wunder […] als Handlungen, die dem Protagonisten zugeschrieben werden, oder Gott, der sich des Heiligen als Instrument und Mittler bedient […]“ (Koch, S.75) oder, wie es in der Siebenschläfer-Legende passiert, werden sie als Widerfahrnisse erzählt. Trotz der Christianisierung breiten sich Zweifel an der Lehre der Auferstehung des Leibes aus (vgl. Koch, S.86). Darauf erweckt die Gott die Sieben Schläfer, wie auch Christi zuvor, und sie werden das Instrument und Mittler des Wunders.  
 
Elke Koch beschreibt „Wunder […] als Handlungen, die dem Protagonisten zugeschrieben werden, oder Gott, der sich des Heiligen als Instrument und Mittler bedient […]“ (Koch, S.75) oder, wie es in der Siebenschläfer-Legende passiert, werden sie als Widerfahrnisse erzählt. Trotz der Christianisierung breiten sich Zweifel an der Lehre der Auferstehung des Leibes aus (vgl. Koch, S.86). Darauf erweckt die Gott die Sieben Schläfer, wie auch Christi zuvor, und sie werden das Instrument und Mittler des Wunders.  
Generell sind die Parallelen mit der Geschichte zu Jesus Kreuzigung und Auferstehung sehr deutlich (vgl. Koch, S.87): Wie auch Jesus, werden die sieben Männer von ihren Nächsten, ihren Vätern, verraten. Diese beichten dem Kaiser Decius ihr Versteck in der Höhle, worauf dieser sie einmauern kann. Die Männer werden von Gott geweckt um die Zweifel an den Glauben der Christen zu beseitigen, so ist auch Jesus am dritten Tag auferstanden. Nach ihrem Zeugnis sterben bzw. Fahren in den Himmel auf die sieben Männer und Christus. Die Männer haben sich nicht von ihrem Glauben abgewendet und haben am Ende ihren Märtyrertod erleidet.  
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Generell sind die Parallelen mit der Geschichte zu Jesus Kreuzigung und Auferstehung sehr deutlich (vgl. Koch, S.87): Wie auch Jesus, werden die sieben Männer von ihren Nächsten, ihren Vätern, verraten. Diese beichten dem Kaiser Decius ihr Versteck in der Höhle, worauf dieser sie einmauern kann. Die Männer werden von Gott geweckt um die Zweifel an den Glauben der Christen zu beseitigen, so ist auch Jesus am dritten Tag auferstanden. Nach ihrem Zeugnis sterben bzw. Fahren die sieben Männer und Christus in den Himmel auf.
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Die Männer haben sich nicht von ihrem Glauben abgewendet und haben ihren Märtyrertod erwartet. Jedoch werden sie von Gott bereits vor der Zweifeln an der Auferstehung in einen langen Schlaf versetzt, um sie später für das Zeugnis wieder zu erwecken. Diese Legende erzählt innerhalb von Märtyrern, aber hat Merkmale, wie die Imitatio Christi und Wunder, einer Bekenner-Legende.
  
 
==Literaturverzeichnis==
 
==Literaturverzeichnis==

Version vom 2. April 2021, 14:09 Uhr