Siegfried (Nibelungenlied)

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Siegfried (Nibelungenlied)

Allgemeines

Siegfried ist eine der Hauptfiguren des mittelhochdeutschen Nibelungenliedes. Seinen ersten Auftritt hat er aber erst in der 2. Aventiure, nach der Einführung von Kriemhild.

Er ist der Sohn von König Siegmund und dessen Frau Sieglinde. Siegfried genießt eine behütete Kindheit und Jugend eher er nach Abenteuern auszieht und um eine geeignete Braut zu finden.

Auf seine Abenteuern, wie die Eroberung des Hortes der Nibelungen, sowie dem Drachenkampf, wird im Nibelungenlied nur kurz eingegangen. Als er den Hof von König Gunther erreicht ist Siegfried schon ein Held, welchem ein Ruf voraus eilt.

Um sich seiner Auserwählten Kriemhild als würdig zu beweisen muss Siegfried mit ihren Brüdern zahlreiche Aufgaben bestehen. Es kommt zu der berühmten Doppelhochzeit und Siegfried führt ein paar Jahre lang ein ruhiges Leben mit Frau und Kind.

Durch eine Intrige der Burgunderkönige und Hagen von Troje wird Siegfried am Ende des Nibelungenliedes ermordet. Damit ist Siegfried nur im ersten Teil des Nibelungenliedes ein aktiv Handelnder Charakter. Aber durch Kriemhilds Rache an ihrere Familie bleibt er auch im zweiten Teil dem Leser im Gedächtnis. [1]


Charakterbeschreibung

Siegfried wird sowohl vom äußeren Auftreten als auch charakterlich als sehr schön und wohl erzogen beschrieben:

„In sînen besten zîten, bî sînen jungen tagen,

man moht michel wunder von Sîvride sagen,

waz êren an im wüehse und wi schoene was sîn lîp.“ [2]

„Man zôch in mit dem vlîze, als im daz wol gezam.

Von sîn selbes muote waz tugende er an sich nam!“ [3]

Desweiten wird berichtet, dass Siegfried ein sehr fröhlicher junger Mann war: „Den herren müete selten deheiniu herzenleit.“ [4].

Vom jugendlichen Ritter wird Siegfried durch die Eroberung des Nibelungenhortes und dem Sieg gegen den Drachen zu einem Helden und zudem, durch das Baden im Drachenblut unverwundbar, bis auf eine einzige Stelle. Vom Hort der Nibelungen besitzt Siegfried auch noch eine Tarnkappe, die ihm während seiner Werbung um Kriemhild gute Dienste leistet.[5]


Siegfrieds Leben

Jugend

Siegfried wird als Sohn von Siegmund und Sieglinde in den Adel hineingeboren und wächst in der Stadt Xanten am Niederrhein auf. Bereits in jungen Jahren erfährt er großes Ansehen durch seine außergewöhnliche Stärke, die er in vielen Ländern auf die Probe stellt. Seine Eltern erziehen ihn mit höfischer Sorgfalt heran und lassen ihn von erfahrenen Lehrern unterrichten, aber er entwickelt auch von sich selbst aus hervorragende Eigenschaften, die ihn am Hofe und insbesondere bei den Damen sehr beliebt machen (vgl. Str. 18-23). Als er stark genug ist, um den Umgang mit Waffen zu lernen, kündigt sein Vater Siegmund ein siebentägiges Fest an. Dort wird Siegfried, zusammen mit 400 anderen Knappen, zum Ritter geschlagen (vgl. Str. 24-28). Im Zuge der Feierlichkeiten lässt Siegmund Siegfried großzügig Lehen und Geschenke an die anderen jungen Männer verteilen, die den Ritterschlag erhalten haben. Diese sind bereit, Siegfried als ihren neuen Herrn zu akzeptieren, er möchte die Krone jedoch nicht tragen, solange seine Eltern noch am Leben sind (vgl. Str. 37-41).

Brautwerbung

Eines Tages hört Siegfried, dass im Burgundenland in Worms ein wunderschönes Mädchen namens Kriemhild lebt, die die Werbung anderer Ritter bisher immer abgelehnt hat. Da beschließt er, ebenfalls um sie zu werben, mit der Zuversicht, dass seine Werbung besser sein würde als die aller Ritter zuvor (vgl. Str. 42-45). Trotz der Sorge seiner Eltern steht sein Entschluss fest, Kriemhild zu seiner Gemahlin zu machen. Um dieses Vorhaben in die Tat umzusetzen, möchte er mit elf Begleitern nach Worms in das Reich von Kriemhilds Bruder Gunther reisen (vgl. Str. 48-57). Nach sieben Tagen erreichen Siegfried und seine Männer Worms, wo sie durch ihr prachtvolles Auftreten für Aufsehen sorgen. Siegfried verlangt sogleich, Gunther zu treffen. Dieser möchte vorher wissen, um wen es sich bei den Besuchern handelt. Hagen meint, es könne sich um Siegfried handeln, obgleich er ihn selbst nie gesehen habe (vgl. Str. 84). Gunther empfängt Siegfried daraufhin und möchte sein Anliegen wissen. Siegfried sagt, er möchte alles an sich nehmen, was Gunther besitzt (vgl. Str. 108). Gunther und seine Gefolgsleute machen klar, dass sie nicht gegen ihn kämpfen möchten. Stattdessen laden sie ihn ein, an ihrem Hofe zu verweilen, wo er sich schnell großer Beliebtheit erfreut und auch Kriemhilds Interesse weckt (vgl. Str. 126-130). Es vergeht jedoch ein Jahr, ohne dass die beiden sich persönlich sehen (vgl. Str. 136). Eines Tages erklären die Dänen und Sachsen Gunther den Krieg. Siegfried sichert Gunther seine Unterstützung zu und es gelingt ihm, die Dänen und Sachsen mit Hilfe seiner und Gunthers Gefolgsleute zu besiegen. Anschließend erklärt er, dass er das Burgundenland wieder verlassen möchte, doch Gunther bittet ihn darum, noch zu bleiben. Siegfried willigt dem für Kriemhild ein (vgl. Str. 256). Einige Zeit später veranstaltet Gunther ein Fest und er möchte, dass Kriemhild ebenfalls am daran teilnimmt, da er gemerkt hat, dass Siegfried ihr sehr zugetan ist. Gernot gibt seinem Bruder Gunther den Rat, dass Kriemhild Siegfried begrüßen solle, um diesen endgültig auf ihre Seite zu ziehen (vgl. Str. 286-287). So kommt es schließlich zu der ersten Begegnung zwischen Siegfried und Kriemhild, bei der sie zugleich ihre Zuneigung füreinander offenbaren. Gunther erfährt indes, dass in Island, jenseits des Meeres, eine schöne Königin namens Brünhild lebt, deren Stärke kein Mann bisher standhalten konnte. Er möchte sie gerne zu seiner Frau machen und bittet Siegfried um seine Unterstützung, da Brünhild ihre Werber immer zuerst zu einem Wettkampf herausfordert und noch nie verloren hat. Siegfried willigt ein, jedoch mit der Bedingung, dass Gunther ihn im Gegenzug seine Schwester heiraten lässt, woraufhin dieser zustimmt (vgl. Str. 331-332). Sie bereiten die Reise in Brünhilds Reich vor, wobei auch Kriemhild einen Teil dazu beiträgt, indem sie die Männer mit prächtigen Kleidern ausstattet, damit sie in Island Eindruck schinden können. Zu viert machen sie sich mit dem Schiff auf die Reise. Dort angekommen, glaubt Brünhild zunächst, dass Siegfried um ihre Hand anhalten möchte. Kampflos gedenkt sie allerdings nicht, seine Frau zu werden (vgl. Str. 414). Sie tritt vor die Männer und spricht Siegfried an. Der behauptet, Gunther sei sein Herr, der um sie werben möchte (vgl. Str. 418-420). Brünhild fordert Gunther daraufhin zum Kampf heraus. Sollte er verlieren, würden er und seine Begleiter alle ihr Leben lassen. Kurz bevor der Wettkampf beginnt, kehrt Siegfried rasch zum Schiff zurück, um seine Tarnkappe zu holen, die ihn unsichtbar macht. Auf diese Weise mischt er heimlich beim Kampf zwischen Brünhild und Gunther mit und hilft, Brünhild zu besiegen. Die geschlagene Königin geht daraufhin mit den Männern mit und wird Gunthers Frau. Siegfried wird vorgeschickt, um in Worms die fröhliche Nachricht über Gunthers Sieg zu vermitteln. Daraufhin bereiten Kriemhild und ihre Mutter Ute Brünhilds Empfang vor. Gunther erklärt Kriemhild, dass er Siegfried versprochen habe, dass sie seine Frau werden solle. Sie stimmt dem mit Freunden zu (vgl. Str. 609-610). Die beiden heiraten schließlich am Hofe von Worms.

Königinnenstreit

Siegfried tritt am Hof als besonders tapferer und starker Königssohn auf und wirbt um die Hand Kriemhilds. Doch bevor er Kriemhild zur Frau nehmen kann, muss er eine Bedingung Gunthers, Kriemhilds Bruder, erfüllen. Dieser möchte Brünhild von Istenstein zu seiner Frau nehmen. Jedoch bekommt nur derjenige sie, der einen schweren Wettkampf gegen sie gewinnt. Somit verlangt Gunther von Siegfried, dass dieser ihn auf der Reise zu Brünhild begleitet und ihm dabei hilft, den Wettkampf gegen Brünhild für sich zu entscheiden. Siegfried lässt sich auf diese Bedingung ein und tritt auf Isenstein als Vasall Gunthers auf. Im Wettkampf gegen Brünhild kämpft Siegfried gegen die Königin, indem er sich durch einen Tarnmantel unsichtbar macht und es so aussehen lässt, als würde Gunther den Wettkampf bestreiten. Nachdem Brünhild tatsächlich besiegt wurde, bekommt Gunther sie zur Frau, womit Siegfried die Bedingung erfüllt hat und Kriemhild nun seine Frau wird. Nach einiger Zeit treffen die beiden Königinnen aufeinander und unterhalten sich über ihre Männer. Durch die anfängliche Standeslüge geht Brünhild noch immer davon aus, Siegfried habe einen niederen gesellschaftlichen Rang als Gunther (Vgl. Str. 818).[6] Kriemhild hingegen kennt ihren Mann Siegfried als Königssohn, wodurch sich schlussendlich ein großer Streit zwischen den beiden Königinnen ergibt. [7] Die zentrale Frage, um die es in dem Streit geht, ist, welcher der beiden Männer einen höheren Rang besitzt. Der Streit wird schlussendlich am folgenden Tag in einem öffentlichen Rahmen vor dem Münster ausgetragen und erreicht dort auch seinen Höhepunkt.[8] Hierbei fällt die Aussage Kriemhilds, Siegfried habe Brünhild vergewaltigt und sei somit der erste Mann in deren Leben gewesen. Als Beweis zeigt Kriemhild ihrer Rivalin einen Ring und einen Gürtel, welchen Siegfried in der besagten Nacht aus Brünhilds Schlafzimmer gestohlen hat (Vgl. Str. 846). Außerdem beleidigt Kriemhild Brünhild als „Kebse“ und treibt die Demütigung damit auf die Spitze (Vgl. Str. 836). Kriemhild geht vorerst als Siegerin vom Feld, da sie nach der öffentlichen Demütigung als erste das Münster betritt und somit ein Zeichen von Überlegenheit setzt.[9] Brünhild ist im Gegenzug sehr gekränkt und schmiedet schon bald Rachepläne, die einen maßgeblichen Einfluss auf den weiteren Verlauf des Nibelungenliedes haben und vor allem den Tod Siegfrieds steuern.


Siegfrieds Tod

Siegfrieds Tod ergibt sich grundsätzlich aus dem Königinnenstreit. Durch die Demütigung, die Brünhild durch Kriemhild erlitt, beginnt sie, Rachepläne zu schmieden. Sie wird dabei von Hagen unterstützt, welcher bezüglich Siegfrieds Tod eine tragende Rolle innehat. Brünhild weiß, dass Siegfried nicht unverwundbar ist, sondern dass er eine Stelle an seinem Körper hat, die nicht mit Drachenblut übergossen wurde und somit verwundbar ist. Gemeinsam mit Hagen möchte sie herausfinden, wo sich diese Stelle befindet. Die Intrige startet, indem Hagen einen Wettkampf im Wald plant, zu welchem er auch Siegfried einlädt. Dieser nimmt die Einladung an und ist bereit, im Wettkampf abermals sein Bestes zu geben. Hagen hingegen spricht vor dem Wettkampf noch einmal mit Kriemhild, um ihr zu bestätigen, dass der Wettkampf sehr gefährlich sei und er Siegfried gerne beschützen möchte. Die könne er allerdings nur, wenn er wüsste, wo sich Siegfrieds verletzbare Stelle befindet. Kriemhild fällt auf die Intrige herein und näht ihrem Mann Siegfried ein Kreuz auf die Jacke, um für Hagen kenntlich zu machen, wo sich die verletzliche Stelle befindet (Vgl. Str. 901). Bei dem Wettkampf gibt Siegfried alles und kann diesen gemäß aller Erwartungen für sich entscheiden. Jedoch geht der Wein während der Abschlussfeier aus und Siegfried macht sich auf den Weg, um seinen Durst an einer nahegelegenen Quelle zu stillen (Vgl. Str. 967). Auf dem Weg wird er jedoch von Hagen verfolgt, welcher keine guten Absichten gegenüber Siegfried hat. Während sich Siegfried schließlich über die Quelle beugt, um zu trinken, sticht Hagen ihm seinen Speer in seine verletzliche Stelle und tötet ihn (Vgl. Str. 978). Bei der Rückkehr zum Hof ließen alle mitgereisten Recken es so aussehen, als sei Siegfrieds Tod ein tragischer Unfall gewesen (Vgl. Str. 997). Diese Lüge fliegt jedoch bei Siegfrieds Begräbnis auf. Als Hagen sich am Sarg von Siegfried verabschieden will, fängt dessen Wunde an zu bluten, wodurch für Kriemhild feststeht, dass Hagen der Mörder Siegfrieds sein muss (Vgl. Str. 1041). [10]

Querverweise

Da das Nibelungenlied als Nationalepos gilt, ist es kaum verwunderlich, dass es nicht bei einer Version geblieben ist, sondern viele weitere Versionen und Rezeptionen entstanden. Die wohl bekannteste Rezeption ist die Oper “der Ring der Nibelungen“ von Richard Wagner. Diese war sein letztes und wohl auch bekanntestes Werk. Mit der Oper, die auch als “Ring“ abgekürzt wird, hat er das Nibelungenlied auf die Bühne gebracht. Hierbei war es ihm nicht wichtig, den Epos unverändert zu lassen. Mehr noch hat er eine neue Version geschaffen. In seinem Stück ist Siegfried zwar der Held der Geschichte, ist jedoch sehr kindisch und unüberlegt. Dass er den Ring der Nibelungen zwei verschiedenen Frauen schenkt, führt letztendlich zu dem Untergang. Jedoch endet die Geschichte auch mit Siegfried, was ihn gewissermaßen mehr noch zu einer Hauptfigur macht als im mittelalterlichen Epos. [11]

Das Ziel, das Nibelungenlied Bühnen-tauglich zu machen verfolgte auch Friedrich Hebbel. Er jedoch wollte den Nationalepos so detailgetreu wie möglich auf die Bühne zu bringen. Siegfried wird infolgedessen so dargestellt, wie es der übernommenen Handschrift entspricht.

Abb.1 Peter Cornelius, Siegfrieds Ermordung (gestochen von Johann Heinrich Lips) [München, Stadtmuseum, Inv.-Nr. G-M 11/205016].

Abgesehen von Theater und Oper kam es auch zu einigen Romanen über das Nibelungenlied. Hierfür kann man zwischen drei möglichen Rezeptionen unterscheiden. Ersteres ist die Nacherzählung, in der das Nibelungenlied möglichst authentisch und detailgetreu erzählt wird. Siegfried wird infolge dessen unverfälscht dargestellt. Eine bekannte Version ist die “Wiegand´sche Prachtausgabe”, die nicht nur eine Übersetzung, sondern auch Illustrationen zu jeder Aventüre bereithält (vgl. Abb. 1). [12]

Die zweite Art der Nibelungen Rezeption als Roman ist die, in der nur einzelne Aspekte des Epos verwendet werden. Bekannt ist dabei “Siegfrieds Tarnkappe“ von Wolfgang Sieg, in der er nur einzelne Elemente des Nibelungenlieds aufnimmt und diese in einer anderen Geschichte zusammenfügt. Siegfried kommt in diesem Roman zwar in Zusammenhang mit dem Nibelungenlied vor, jedoch ist er nicht Hauptcharakter und Mittelpunkt der Geschichte. [13]

Im dritten und letzten Punkt wird der Inhalt des Nibelungenlieds parodiert. Da, um eine Parodie zu verstehen, allerdings der Inhalt bereits bekannt sein muss, beläuft sich dieser Punkt auf eine nur sehr kleine Auswahl an Werken. Ein Beispiel an dieser Stelle: “die Nibelungen in Bayern“ von Herbert Schneider. Hierbei werden die Geschichten rund um Siegfried in keiner Weise wie in dem mittelalterlichen Epos dargestellt. Siegfried als Figur wird übernommen, jedoch wird die Geschichte des Nibelungenlieds ab einem bestimmten Punkt komplett verändert. [14]

Als Unterhaltungsmedium der moderne ist es auch zu Verfilmungen der Heldensage gekommen. Der bekannteste Film ist der Stummfilmklassiker von 1922 “die Nibelungen“ von Fritz Lang. Der Film ist mit seiner Länge von fast 5 Stunden in zwei Teile gegliedert, wobei jeder Teil aus sieben Gesängen besteht. Mit damals revolutionären Special Effekts wurden damals die Filme gedreht. Siegfried kommt jedoch, wie im mittelalterlichen Nibelungenlied nur in dem ersten Teil vor, da dieser mit seinem Tod endet. Jedoch liegt die Aufmerksamkeit in dem ersten der Filme ganz klar bei ihm. [15]

Ein weiterer bekannter, etwas später produzierter Film, ist “die Nibelungen“ von Harald Reinl. Er jedoch zeigt das Nibelungenlied als Romantisches Liebesdrama. Der erste der beiden Filme thematisiert die Geschichte Siegfrieds. Der zweite behandelt Kriemhilds Rache, die sie aufgrund Siegfrieds Ermordung ausüben möchte. [16]


Figurenkonstellation

Kriemhild: Ehefrau; wird von Hagen überlistet und gibt Siegfrieds verletzliche Stelle preis. Dadurch wird er schlussendlich getötet.
Brünhild: wird durch die Standeslüge von Siegfried im Wettkampf besiegt und somit zu Gunthers Ehefrau; sie wird im späteren Verlauf von Siegfried vergewaltigt und bestohlen
Gunther: nimmt Siegfried an seinem Hof auf und bittet ihn, ihm bei der Brautwerbung um Brünhild zu helfen. Im Gegenzug bekommt er Kriemhild zur Frau
Hagen von Tronje: Mörder Siegfrieds
[17]


Literatur

  1. Schulze, Ursula. "Das Nibelungenlied (Reclam Bibliothek), Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, nach der Handschrift B." Ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse, Stuttgart, Reclam (2010).
  2. Vgl. ebd., Str. 20
  3. Vgl. ebd., Str. 21
  4. Vgl. ebd., Str. 42
  5. Vgl. ebd.
  6. Bryan, Eric Shane: Indirekt Aggression: A Pragmatic Analysis of the Quarrel of the Queens in Völsungasaga, Þiðreks Saga, and Das Nibelungenlied. In: Neophilologus 97 (2013), S. 349-365.S. 361
  7. Vgl. ebd. S. 360
  8. Vgl. ebd. S. 362
  9. Vgl. ebd. S. 362
  10. Schulze, Ursula. "Das Nibelungenlied (Reclam Bibliothek), Mittelhochdeutsch/Neuhochdeutsch, nach der Handschrift B." Ins Neuhochdeutsche übersetzt und kommentiert von Siegfried Grosse, Stuttgart, Reclam (2010).
  11. Borchmeyer, Dieter. "» Vom Anfang und Ende der Geschichte." Macht des Mythos—Ohnmacht der Vernunft: 176-200.
  12. Henrike Manuwald. “Das Nibelungenlied als moderner Roman¡? Die Wigand’sche Prachtausgabe (1840/41) und ihre Rezeption“. In: Deutsche Vierteljahresschrift für Literaturwissenschaft und Geistesgeschichte 84.4 (2010), S. 409–447.
  13. Sieg, Wolfgang. Siegfrieds Tarnkappe. Fackelträger-Verlag, 1974.
  14. Schmidt, Siegfried. "Die Nibelungen in der Jugend- und Unterhaltungsliteratur zwischen 1945 und 1980." Mittelalter-Rezeption. JB Metzler, Stuttgart, 1986. 327-345.
  15. Joachim Heinzle und Anneliese Waldschmidt. “Fritz Langs Nibelungen-Film“. In: Die Nibelungen: ein deutscher Wahn, ein deutscher Alptraum: Studien und Dokumente zur Rezeption des Nibelungenstoffs im 19. und 20. Jahrhundert. Suhrkamp, 1991.
  16. Peter Klimczak und Krystyna Jabl􏰀on ́ska. “Das Blut der Nibelungen“. In: Deutsche Selbstbilder in den Medien: Gesellschaftsentwürfe in Literatur und Film der Gegenwart 6 (2019).
  17. Vgl. ebd.