Septem artes liberales

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Die septem artes liberales waren die sieben Grundfächer, die an mittelalterlichen Schulen und Universitäten gelehrt wurden. Sie waren die Grundlage für höhere Studien wie zum Beispiel Jura oder Medizin. Man verstand sie als die sieben Bereiche, in denen ein freier Mann gebildet sein sollte.

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Geschichte

Ihre Anfänge haben die septem artes liberales in der Antike, wo sie sich als "Schulfächer" herausbildeten. Varro, Cicero und Vitruv behandelten sie in ihren Werken. Im Mittelalter waren sie mit einem Grundstudium zu vergleichen, das den Schüler allgemeinbildend weiterbringen sollte. Zuerst nur in Klosterschulen oder bei Privatlehrern unterrichtet, wurden sie mit Gründung der ersten Universitäten in das Studium integriert.


Die Künste im Einzelnen

Dialektik: Hier lernte der Schüler, logisch zu denken, zu diskutieren und Wissen zu erwerben.

Grammatik: Die Kunde von lateinischen Texten großer Autoren und ihre Analyse.

Rhetorik: Stillehre und Sprachunterricht, am Beispiel antiker Autoren.


Diese drei bildeten das Trivium, die drei Sprachfächer.


Arithmetik: vereinfacht gesagt Mathematik im Mittelalter .

Astronomie: Lehre von den Planeten und ihren Auswirkungen auf den Menschen.

Geometrie: lässt sich mit dem heutigen Fach vergleichen, das in die Schulmathematik integriert ist.

Musik: Musikunterricht und Theorien der damaligen Zeit.


Die vier bildeten das Quadrivium, die weiterführenden, naturwissenschaftlichen Künste.


Quellen:

Rauh, Miriam J.: The Trivium. The liberal arts of logic, grammar and rhetoric; understanding the natureand function of language, Philadelphia 2002.

Schaefer, Ursula (Hrsg.): Artes im Mittelalter, Berlin 1999.

Lindgren, Uta: Die Artes liberales in Antike und Mittelalter. Bildungs- und wissenschaftsgeschichtliche Entwicklungslinien, München 1992.