Inhaltsangabe "Biterolf und Dietleib"

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Der folgende Artikel fasst den Inhalt des Heldenepos Biterolf und Dietleib zusammen. Die Verszählung folgt dabei der Textausgabe von André Schnyder.[Schnyder 1980]

Abentheur von Pitrolffe vnnd seinem sun Dietlaibe(V. 1-200)

Versbereich Inhalt
V. 1 - 161 Der Erzähler kennt den Dichter nicht bei seinem Namen, doch will er Ritter und Knechte wie Frau und Mann für diese fremde Märe begeistern. Der ehrbare Degen Biterolf residiert in der Hauptstadt Tolet unweit eines Berges auf dem die Negromanzie erfunden worden sei. Dem Fürst Biterolf dienen 8000 "oder bas" Ritter. Seine Frau Dietlind wird für Ihre unvergleichliche Schönhheit gepriesen. In einem Buch hat der Erzähler von 3 Schwertern gelesen. Biterolfs sagenumwobenes Schwert trägt den Namen Schrit und war von Meisterschmied Mime dem Alten aus Azzaria (23 Meilen von Tolet entfernt) einst geschaffen worden. Jenem Schmied, dem nur Hertrich von Wasconienlant, nicht aber Wieland das Wasser reichen konnten (ir konst was vil ungelich). Wieland schmiedete seinem Sohn Witege den Helm Limme und sein Schwert.
V. 162 - 322 Gemeinsam schufen Mime und Hertrich 12 Schwerter, das dreizehnte aber schmiedete Wieland. Dieses trägt Witege "on scham". Biterolf und Dietlind erzogen ihr hochgeborenes Kind, den degen Dietleib in allen Ehren. Bald wird er landesweit als Auserkorener gerühmt. Dietlind ist eines reichen Königs Tochter. Biterolf verlässt Tolet, als Dietleib zwei Jahre alt ist. Zuvor empfängt er einen 100 Jahre alten Balterniere, der auf Krücken fegt, an seinem Hof mit Wein. Er will von ihm erfahren, welche starken und besten Männer er kennt. Der Alte nennt ihm gewitzt Etzel den Reichen und vergleicht ihn mit Nibelot von Baris und Merzian von Babylon, für die Etzel unerreichbar ist. Weiter nennt er die Heiden Antfuchs von Gabelein und Baligan von Lybia. Letzterer führt 80.000 Mann aus Persia an. Doch selbst dieser habe Angst vor einem Streit mit Etzel. Seine Männer, Christen wie Heiden behandelt er wie es Salomon tat.
V. 323 - 485 13 Könige tragen ihm die Krone bei an seiner Tafel und "Wigande" allerorts folgen seinem Ruf. Seine ungetaufte Frau Helche sei das allerbeste wayp das er umworben hatte. Dietlind beklagt ihren angeblichen Tod. Etzel ist der Sohn von Botelung. Biterolf will Etzels Ritterschaft persönlich kennen lernen und beschließt daher seinen Ritt ins Hunnenland. Sein eigenes Land wähnt er befriedet und wünscht seiner Frau Unversehrtheit aber verpflichtet ihre Eigenverantwortung. Biterolf lässt 12 seiner besten Männer rüsten und sie brechen gemeinsam nach den Weihnachtstagen auf.
V. 486 - 648 Die Königin versucht nach 7 Tagen Auskunft über den Verbleib ihres Mannes zu erhalten, doch zu Ihrem Herzeleid bleibt diese verwehrt. (ir senfte ward zerbrochen) Biterolf reitet derweil ohne Scham, jedoch unerkannt ins Hunnenreich. Auf ihrem Weg begegnen sie Walther, König von Spanilant. Biterolf fordert diesen zum Kampf herus und verpasst ihm mit seinem Schwert Welsunc einen schweren Schlag. Doch auch Walther führt eine schlagkräftige Waffe und verpasst einen "feuerroten" Gegenschlag.

Siehe außerdem

Inhaltsangabe "Dietrichs Flucht"

Inhaltsangabe "Rabenschlacht"

Literatur

Primärtext

[Schnyder 1980] ^ Biterolf und Dietleib, hg. von André Schnyder, Stuttgart 1980. (Sprache und Dichtung Bd.31)

Zum Vergleich herangezogen: [Jänicke 1963] Biterolf und Dietleib, hg. von Oskar Jänicke, Zürich 1963. (Deutsches Heldenbuch, Erster Teil)

Einzelnachweise